BoE-Challenge - Teil 2 - leichtes Entschlacken

Na, bist du noch bei uns, bei der Satt & Selig BoE-Challenge? Herzliche Gratulation, wenn du bis hierher mitgemacht hast. Wir wissen, wie schwierig gewisse Aspekte dieser Challenge sind.

Wie geht es dir dabei? Beschert dir der Kaffee-Entzug Reiz-volle Momente? Was macht die Zucker-Reduktion mit dir? Fühlst du dich leichter, wacher, energievoller?

Wir interessieren uns echt für deine Erfolge und Schwierigkeiten, also lass uns wissen, was du in und mit der Challenge erlebst!

 

Leichtes Entschlacken à la Satt & Selig

Die zweite Hälfte der Challenge steht ganz im Zeichen des Entschlackens:

kein Weissmehl, Brot, Zucker, keinen Kaffee, Schwarztee und nur wenig tierische Eiweisse.

 

Entschlacken für Fastenmuffel und solche, die keine Fasten-Ferien haben, aber einen Alltag zu bewältigen. Du brauchst also nicht dein ganzes Leben auf diese 3 Challenge-Wochen auszurichten.

Wir stellen dir erneut einen Essplan zur Verfügung, der dir das Entschlacken à la Satt & Selig erleichtern soll.

 

Ganz ohne Zucker...

Du hast den Zucker bereits zünftig reduziert. In den nächsten 3 Wochen verzichtest du ganz darauf.

Du isst also auch keinen, der sich in Essiggurken, Ricotta, Bündnerfleisch, Fleischkäse, Balsamico-Essig, Mayonnaise, Senf, …, schlicht in fast allen Fertigprodukten und auch in gewissen Brotsorten versteckt.

Hältst du dich an den Essplan, wird dir nichts Verstecktes unterkommen. 

Verwendest du andere Produkte, schau gut auf der Verpackung, ob Zucker enthalten ist. Das ist ohnehin eine eindrückliche Erfahrung: kaum zu fassen, wo überall sich Zucker tummelt.

 

... aber mit Salz...

 Auf Salz hingegen verzichtet die BoE nie. Dem Stoffwechsel, der Verdauung und dem klaren Denken zuliebe. 

Aber auf die Salz-Qualität kommt es an. 

Verwende also NICHT 

  • Industriesalz mit Antiklumpmittel und Rieselhilfe
  • mit künstlichem Fluor und Jod angereichertes Salz
  • Salz in Fertigprodukten

Nein, du bereitest deine Speisen frisch zu und würzt sie liebevoll mit einem guten, naturbelassenen Salz, wie z.B.

  • Rapunzel Meersalz mit natürlichem Jod aus Algen
  • Steinsalz aus der Rheinsaline - achte gut darauf, dass du ein unbehandeltes kaufst
  • Bei Gutes aus der Erde kannst du unbehandeltes Salz bestellen

 

... und Schmalz!

Auch hochwertige Butter und Vollrahm (kein UHT) dürfen nicht fehlen beim Frühlingsputz. 

  • Butter lockt Galle, Galle unterstützt die Fettverdauung
  • Hochwertige Butter schützt deine Zellen und unterstützt den Hormonhaushalt
  • Nur mit einem Fettträger kannst du die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K im Gemüse aufnehmen
  • Tierische Fette wirken anregend (Vitamin D), pflanzliche Öle wirken regenerierend (Vitamine A und E) 

 

BoE-Challenge Essplan für die Wochen 4-6

Frühstück

In diesen 3 Wochen sind Kartoffeln statt Brot die Grundlage des Frühstücks.

Idealerweise kochst du für 3-4 Tage vor: Kartoffeln in der Schale ohne Druck, ohne Dampf. 

 

In der Bedarfsorientierten Ernährung gehört tierisches Eiweiss zum Frühstück. In der Satt & Selig Challenge lassen wir es für drei Wochen weg.

Falls du aber merkst, dass es dir fehlt - wenn du überhaupt nicht in die Gänge kommst, dann erlaube dir die Eiweiss-Zugabe, die im Menüplan kursiv blau markiert ist.

 

Jeden Morgen

  • Ingwertee oder Zitronengrastee oder heisses Wasser oder Entschlackungstee
  • Blattgrün: hol dir den ersten zarten Löwenzahn, Wegwarte, Brennesselblätter
  • Saft einer halben Zitrone mit kaltem Wasser verdünnt, oder ein paar Tropfen Zitrone pur
  • Salz, Edelhefe von Dr. Ritter zum Würzen 
Montag

Warme Kartoffeln in der Schale

Butter und Salz, 

Chiccorée-Hälften, gedünstet

1 gekochtes Ei 

Dienstag

Bratkartoffeln, in Butter schonend anbraten

Avocado mit Salz und Zitrone

Rahmquark mit frischen Kräutern und Salz

Mittwoch

Butter-Rösti aus rohen Kartoffeln, zubereitet wie Gemüse

mit Chinakohl

rohe Gurkenscheiben, salzen

Rucola-Aufstrich (siehe Rezept unten)

Donnerstag

Linsen aus der Bratpfanne

Bratkartorffeln, Bohnenkraut, Rahm

Bio Hackfleisch oder Poulet, schonend anbraten

Freitag

Gschwellti mit frischen Kräutern und Butter

Randenwürfeli aus dem Glas (siehe Rezept unten)

Avocado

1 Stück reifer Sbrinz 

Samstag

Fasten-Tortilla:

Kartoffeln gekocht

Krautstiel klein schneiden

Rüebli mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden, salzen,

in Butter andünsten,

1 Ei und Vollrahm beigeben

Frischer Fisch, schonend gedünstet

Sonntag

Buchweizenomletten:

Buchweizenmehl, (Ei), Rahm, Wasser, Salz

Gedünstete Chicoréehälften

Bärlauchpesto - selbstgemacht

1 Ei

Rezept Rucola-Aufstrich

125 gr. Sonnenblumenkerne

40–50 gr. Rucola

60 ml Sonnenblumenöl
125 ml Wasser

Zitrone, Salz, Pfeffer

100 gr. Parmesan 

 

geschält, ohne Fett leicht anrösten

im Mixer pürieren

 

dazugeben, bis eine streichbare Paste entsteht

abschmecken

fein gerieben, darunter rühren


Rezept Randenwürfeli aus dem Glas

Randen roh, waschen, schälen, in Würfeli schneiden

In einen kalten Kochtopf geben, salzen, 10 Minuten ziehen lassen

Auf niedriger Temperatur vorsichtig weich garen 

Randenwürfeli in Schraubglas füllen

3-4 EL Essig über die heissen Randen giessen

2 Wochen haltbar im Kühlschrank

 

*Zubereitung Nüsse/Kerne nach BoE

Nüsse tagsüber in kaltem Wasser einweichen

Abends in Sieb gut abtropfen

Auf altem Geschirrtuch ausbreiten, über Nacht antrocknen lassen

Morgens danach in Bratpfanne ohne Fett anrösten

3-4 Tage haltbar, in offenem Gefäss aufbewahren

 

Znüni

  • Cashewnüsse
  • geröstete Kichererbsen
  • geröstete Kürbiskerne
  • 1 Tasse heisse Bouillon

 

Mittagessen

Zu jedem Mittagessen gehören: 

  • SALATE warme oder kalte, aus Chinakohl, frischer Spinat, Rüebli, Sellerie, Randen, Chicorée, Stangensellerie, Zuckerhut, Fenchel, Gurken, Weisskabis, grundsätzlich: Saisonales
  • SALATSAUCE aus Essig (achte darauf, dass kein Zucker drin ist) und Öl, Kräuter und Salz, Gomasio, Edelhefe, wenig Rahm. Verwende keine Fertigsauce!

Hülsenfrüchte auf Vorrat kochen: Borlottibohnen, Kichererbsen

 

Montag

Bio Vollreis (auf Vorrat kochen, siehe Rezept unten)

Geröstete Sonnenblumenkerne

Frische Sprossen, Keimlinge rösten

Bunter Salat mit Hülsenfrüchten und Avocado

Dienstag

Bunter Reissalat aus Vollreis und Borlottibohnen an rassiger Salatsauce

Gerösteten Kernen

Pastinakengemüse

Avocadoschnitze mit Öl und Zitrone, Salz

Mittwoch

Reisbratlinge:

Reiskugeln mit gerösteten Sonnenblumenkernen mischen & formen, flach drücken, in Öl schonend anbraten

Salat

Humus (Kichererbsenpüree) 

Champignons, schneiden, salzen, in Butter dünsten

Donnerstag

Risotto mit grünen Erbsen (sind als einziges Gemüse - gefrierfest) 

Warmer Kabissalat mit Kümmel

Geröstete Kernen und gedünstete Sprossen

Freitag

Gebratener Gemüsereis:

Karotten, Lauch klein würfeln, in Butter andünsten,

gekochten Reis mit anbraten

Salat aus Borlottibohnen und Bio-Süssmais aus der Dose

Samstag

Bouillon mit feinen Gemüsestreifen

Chicorée-Salat mit Schnitzen der weissen Grapefruit und gerösteten Baumnüssen

Milchreis:

Rahm (keine Milch), Zimt, Prise Salz, Apfel hineinraffeln (statt Zucker)

Geröstete Mandeln* und Rosinen

Sonntag

Scharfe Reisnudeln mit Marroni:

Marroni ganz, tiefgefroren, klein würfeln,

in Butter andünsten und salzen,

mit Chili oder Paprika würzen

Chili-Marroni und Reisnudeln, mischen,

mit Rahm verfeinern, salzen

Zuckerhut-Salat

Rezept Vollreis

Vollreis wirkt sehr ausgleichend und ist reich an Vitaminen B1, B6, Mangan und Valin

 

1 Tasse Vollkornreis über Nacht einweichen

Einweichwasser abschütten

Reis in einer Pfanne mit 1 TL Öl andünsten

mit 2 Tassen heissem Wasser ablöschen und sofort salzen

20-30 Minuten köcherln

Zuletzt etwas Butter beifügen

 

Kleines Dessert oder Zvieri

Wähle aus:

  • Birne
  • weisse Grapefruit
  • Dörrzwetschgen
  • 1 Banane mit Salz
  • Sauerkirschen aus dem Glas -Bioladen
  • Weinbeeren
  • Mandeln
  • Datteln
  • Feigen
  • Popcorn - selber machen.
  • Amaranth gepufft ( im Coop erhältlich)

 

Abendessen

Jeden Abend als Vorspeise: eine salzige Suppe, Bouillon

Montag

Quinua

Wirz, Lauch, Selleriegemüse

mit Vollrahm abschmecken

Dienstag

Goldhirse

Gebratene Bananenhälften - mit Curry, Salz und Rahm

Selleriesalat

Mittwoch

Buchweizen

Fenchelgemüse

Schlagrahm (frisch) und Haselnüsse

Donnerstag

Maispizza

Boden aus gekochtem Maisgriess - erkalten lassen

Tomaten (Pelati aus der Dose) einkochen, würzen, auf Maisboden verteilen

Frischer Spinat und Pilze darübergeben

Freitag

Grünkern

Champignons an Rahmsauce

Rosenkohl-Lauch-Gemüse

Samstag

Rollgerste 

Grüne Peperoni in Öl dünsten, mit Curry würzen

mit Rollgerste mischen

zuletzt getrocknete Pflaumen würfeln

geröstete Mandelsplitter darübergeben

Sonntag

Polenta Bramata mit Butter und Rahm zubereiten

(groben Mais 6 Stunden einweichen lassen, dann erst kochen)

Tomatensauce aus Pelati gekocht

Auberginen in Streifen, in Öl andünsten

Geröstete Baumnüsse

Vor dem Schlafengehen

1 Tasse Lebertee:

Mischung aus 1 Messerspitze Wermuth und ½ Teelöffel Tausendgüldenkraut

10 Minuten ziehen lassen. Schluckweise trinken. 

 

Den Lebertee kannst du auch tagsüber trinken, jedoch NICHT zu den Mahlzeiten, es könnte dir davon übel werden.

 

Bei nächtlichen Hungerattacken

Wähle aus:

  • Banane mit Salz
  • 1 Tasse Cacao:
    2 EL reines Cacao-Pulver
    warmes Wasser
    etwas Vollrahm

 

Trinken

Wasser, Zitronenwasser, Entschlackungstee's, Lebertee, Wasser mit Salzsole angereichert

 

Bewegung & Körperpflege

Bewege dich täglich auf sanfte Weise. Geh an die frische Luft, atme tief ein und aus.

Geh spazieren, radfahren, mach Yoga oder das, was dir so richtig gut tut.

 

Achte auf natürliche Pflegeprodukte. 

Wir sind begeistert von den Naturprodukten des österreichischen Familien-Unternehmens Ringana. Zum Beispiel:

  • Parfümfreie Seife
  • Natürliche Öle für deinen Körper: Körpermilch
  • Deo aus reinen Wirkstoffen
  • Zahnöl anstatt der herkömmlichen Zahnpaste

Falls dich die Produkte von Ringana interessieren, wende dich direkt an Susanne: herzlich@sattundselig.ch

 


Jetzt kannst du in den 2. Teil der Satt & Selig-Challenge starten. Lass es dir gut gehen dabei!

Wie immer freuen wir uns über deine Rückmeldung in den Kommentaren.



 

 

Doro Staub bloggt über BoE-Ernährungsthemen
auf Satt & Selig und über anderes Bewegendes
auf ihrer Webseite Miss Move


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Kommentare: 2
  • #1

    Susanne und Familie (Dienstag, 28 März 2017 09:06)

    BoE-Challenge, 2. Teil:
    Danke für die sehr detaillierten Pläne!!

    Viel Küche. An arbeitsfreien Tagen ein Beschäftigungsprogramm. Frühstück kochen und dazu Mittagessen für alle kochen und Znüni/Zvieri vorbereiten zum Mitnehmen (1-1.5h nur schon am Morgen vor dem Frühstück ). An Arbeitstagen... ich weiss echt nicht, wie wir das hinkriegen. Das Abendessen ist der einfachste Teil. Getreide und Gemüse schonend garen, das können wir aus dem ff und es ist sogar entspannend, nach einem langen Arbeitstag.
    Ich glaub für die Challenge ist eine aussterbende Spezies gefragt: die Hausfrau oder der Hausmann, vollzeitig.

    Die Befindlichkeiten schwanken zwischen gutem Körpergefühl, Leichtigkeit, Langsamkeit, Ruhe, Müdigkeit und Gereiztheit. Wir brauchen viel Schlaf.

    Kaffee vermisse ich persönlich nicht mehr so sehr. Ich konnte sogar am Lebertee gestern Abend einen gewissen Gefallen finden.
    Meinen Süessgluscht nach den Mahlzeiten kann ich gut mit ein paar Dörrzwetschgen oder mit 2-3 Datteln stillen. Die Gelüste halten sich bei mir in erstaunlich engen Grenzen. Im Gegenteil, was ich unterwegs an Nahrungsmitteln sehe (Fertig- bzw. takeaway-Gerichte, Süssspeisen) stösst mich eher ab, bei der Vorstellung diese zu verspeisen und dem Gefühl, das dabei entstehen würde.

    Schwieriger ist es für unsere 18-jährige Tochter mit sehr ambitioniertem Schulprogramm. Sie muss sich teilweise draus nehmen und isst weiterhin tierisches Eiweiss und ab und zu ein Stück Schokolade. Kartoffeln sind seit ihrer Kindheit das, was sie nicht mag und damit nicht gerade der Superstarter in ihren Tag.

    Aber sogar mein Mann hat nun geschafft auf seinen geliebten Kaffee zu verzichten. Wir sind gespannt, wie lange wir dran bleiben.

    Das Einkaufen ist ein logistisches Unterfangen und hier möchte ich noch eine kleine Randbemerkung anbringen. Bananen kaufen fällt mir irgendwie nicht schwer - wohl, weil die bei und eh nicht wachsen? Aber Auberginen und Gurken im März, das geht mir so gegen den Strich, da weich ich gern auf saisonale Alternativen aus.

    Trotz vielen Schwierigkeiten schätze ich die Hinführung zu dieser Challenge sehr und bin dankbar dafür!

  • #2

    Susanne (Mittwoch, 29 März 2017 18:31)

    Herzlichen DAnk zu euch, liebe Challange Family für den ausführlichen Bericht mit all den Hoch's und Tief's. Hoffe, dass eure "Schülerin" mittlerweile eine gute Alternative - für die Kartoffeln gefunden hat. Ich hätte da schon noch paar Ideen, aber dann wäre es eine 150% Kochstelle. Ich bin zur Zeit selber viel am Kochherd und habe grossen Respekt vor den VeganerInnen, die ihr Essen frisch und saisonal zubereiten und keine Fertigprodukte verwenden. Ja, mir fehlen mein Fermentbrot am Morgen (Zeitsparer) und die tierischen Eiweisse ( Stille, Ruhe, laaange gesättigt). Es hat einfach auch zuviel Kohlenhydrate - diese Challange und auch ein paar sündige Gemüse darunter.....dies wird im nächsten Blog eine Konsequenz tragen, da es mir doch auch so sehr am Herzen liegt. Saisonal und regional !! Danke, danke, danke. Herzgruss Su