Blattgrün = Folsäure

 

Jetzt spriessen sie wieder: kleine, grüne Blättchen lugen aus der Erde und strecken sich dem Himmel entgegen. Das sieht hübsch aus und freut die Wintermüden und Frühlingsfrohen.

 

Und wie du als Satt & Selig Fan weisst, gehören diese kleinen Blättchen, sprich das Blattgrün, unbedingt zum BoE-Frühstück.

Warum eigentlich - wie war das nochmal?

 

Blattgrün bei dir zuhause

 

Säst du jetzt, erntest du schon bald dein eigenes Grünzeug. Das ist nur schon der Freude wegen empfehlenswert: säen, die ersten Blättchen spriessen sehen, täglich gucken, wie das Grün wächst, giessen, pflegen und schliesslich dein eigenes Blättchen ernten und essen. Ein Hochgenuss!

 

Dazu brauchst du keinen eigenen Garten - Urban Gardening machts schon lange vor: Zieh das Grünzeug auf dem Balkon, an einem kühlen Ort in deiner Wohnung oder häng es nach draussen (bitte sturzsicher montieren). 

 

Vorsicht: stelle die Keimlinge nicht an einen stubenwarmen Ort, da besteht Geilwuchs-Gefahr. So nennt man das Phänomen, dass Pflanzen viel zu schnell in die Höhe schiessen, wenn sie zu wenig Licht an einem zu warmen Ort haben. Unsere Wohnungen geben Frühsommer-Temperaturen vor, währenddem der Frühling immer noch relativ wenig Licht hergibt.

 

Also, mach deinen Balkon oder deinen Garten zu einem GREEN-Schmaus-Paradies.

 

Mini-Triebbeet

  • Frühlingszwiebeln
  • Jungspinat
  • Kresse

Kresse im Kressesieb gezogen

 

Alles - samt ungekeimten Samen ins Bratpfännchen geben und mit Butter und Salz schonend dünsten.

Lecker!

Blattgrün von Wald und Wiese

Die Natur hat schon lange gesät und stellt dir alles kostenlos zur Verfügung. Wenn du jetzt nach draussen gehst, findest du am Bach Giersch, in der Wiese Löwenzahn, Plaken, Brennessel und weitere herbe, bittere Blattgrüne.

Bedien dich!

 

Löwenzahn

Als Smoothie mit Buttermilch, im Salat, als Blattgrün zum Frühstück, oder im Gemüse mitdünsten.

Frühlingskuss für die Leber. 

Bärlauchpesto

mit eingeweichten Mandeln, Parmesan, Olivenöl und Salz.

 

Warum das grüne Blatt so wichtig für dich ist

 

Im grünen Blattzeug steckt vor allem viel gute, bioverfügbare Folsäure.

Fol - kommt vom lateinischen Wort Folio und heisst Blatt. 

 

Folsäure findest du auch in

  • Nüsslisalat
  • Basilikum
  • grünen Salaten
  • Mangold
  • Jungspinat
  • dickfleischigen dunklen Blättern wie Portulak

 

Wirkung von Folsäure

Schau, was die Folsäure in deinem Körper bewirkt:

  • ist wichtig für die Eisenaufnahme am Morgen
  • reinigt übersäuerte Zellen 
  • fördert die Produktion von Antikörpern
  • ist wesentlich für die Eiweiss-Synthese
  • hilft bei der Teilung aller Körperzellen
  • reinigt das Bindegewebe
  • bringt frischen Wind in dein Gedächtnis
  • verjüngt die Hirnzellen

 

Weitere Folsäure-Eigenschaften

Folsäure brauchst du zur Aufnahme von Vitamin B1.

 

Vitamin B1 wiederum ist wichtig für den Säure-Basenhaushalt.

Und einfach so zur Erinnerung: Zucker ist der ultimative Vitamin B1 Räuber.

Mach also nicht gleich wieder die Arbeit der Folsäure zunichte, indem du morgens schon Zucker futterst.

 

Nach einer Antibiotikakur ist die Folsäure und meist auch die gute Laune im Keller. Mit Blattgrün kommst du wieder in Balance. 

 

Achtung: nicht zu viel Grünzeug…

Jetzt könntest du auf die Idee kommen, dass du täglich einen Salatberg essen solltest. Nein, ganz im Gegenteil:

1-2 grüne Blätter täglich zum Frühstück reichen. Und gelegentlich einige zum Mittagssalat.

 

Ein Überschuss an Folsäure, also grosse Mengen an Salat wie Kopfsalat, Eichblatt, Eisberg, Batavia, Lollo, kann negative Folgen haben:

  • fördert die Bildung von Krampfadern, Besenreisser und Hämorrhoiden
  • verstärkt die Menstruationsblutung
  • kann zu einer Reizblase führen

 

Aufnahme von Folsäure

Die beste Aufnahmezeit von Folsäure ist am Morgen - darum isst du als BoE-Freund Blattgrün zum Frühstück.

 

Vitamin C fördert die Folsäure-Aufnahme. Darum immer ein paar Tröpfli frische Zitrone zum Blattgrün.

 

Quark hingegen behindert die Aufnahme von Folsäure. Genauer: die Methioninsäure im Quark. 

 

Damit Folsäure überhaupt wirken kann, brauchst du auch genügend Vitamin B1 aus Vollgetreide, Hülsenfrüchte wie Linsen oder Dr. Ritters Edelhefe.

Ja, richtig, gut aufgepasst: Folsäure und Vitamin B1 kooperieren, sprich: brauchen sich gegenseitig.

 

Der Gegenspieler von Folsäure ist das Vitamin B12.

Also Vorsicht: nimmst du viel Folsäure zu dir, gleiche es aus mit Vitamin B12. Vitamin B12 wird im Darm produziert. Eine gute Darmgesundheit ist also Voraussetzung.

Oder du isst wenig rotes Fleisch zum Frühstück oder am Mittag.

 

Ha! Da hätten wir wieder das BoE Frühstück in seiner perfekten Abgestimmtheit auf die Vitalstoffgruppen. Hier noch einmal alles zusammengefasst:

  • Folsäure nimmst du am besten morgens auf
  • Vitamin C (Zitrone) fördert die Aufnahme der Folsäure
  • Vitamin B12 (ab und zu 1 hauchdünnes Bündnerfleischli) wirkt ausgleichend zur Folsäure
  • Vitamin B1 (Linsen) ist notwendig, damit die Folsäure wirken kann

 

Rezept Frühstücksomelette "Calzone"

Du brauchst:

  • 4 Eiweiss
  • 4 Eigelb
  • Frische Wiesenkräuter wie Brennessel, Löwenzahn, Bärlauch, Giersch, usw. 
  • 4 EL Linsen - 6 Min. Linsen: Zubereitung siehe Frühstücks-Blog
  • Prise Salz
  • Olivenöl

 

Zubereiten

* Eiweiss steif schlagen

* Salz und frisch gehackte Kräuter vorsichtig darunterziehen

* Eigelb verquirlen und vorsichtig darunterziehen

* 1 Kaffeelöffel Olivenöl und evtl. etwas Wasser dazu geben

* Nimm ¼ der Masse und lasse diese in einer Bratpfanne fest werden -
du brauchst kein Fett zum Anbraten

 

Lege nun ¼ der Linsen auf die eine Hälfte und klappe die Eiercalzone mit der anderen Hälfte zu.

 

Fertig ist dein Frühlings-Frühstück 

Dazu schmeckt 

  • 1 Stück Toastbrot
  • 1 Tasse Schwarztee, 15 Sek. gezogen

 

Rezept 1 Ei-Omeletten

Zum Abendessen für 4 Personen

(aus: Bedarfsorientierte Ernährung im Tagesrhythmus nach der Organuhr von Ulla Baumann) 

 

Du brauchst:

  • 1 Ei
  • 4 Teile Mehl (Buchweizen, Dinkel)
  • 3-4 Teile Wasser
  • 1 dl Rahm oder Öl 
  • 1 KL Salz 

 

Zubereiten

* Alles zu einem glatten Teig verrühren, 

* 30 Min. ruhen lassen. 

* Bratpfanne erhitzen und ohne Fett goldbraun anbraten auf beiden Seiten. 

 

Dazu eignen sich Aprilgemüse wie Jungspinat, Lauch, Catalogna, gedünsteter Chicorée oder Pilze an einer Rahmsauce. 

 


 

Hast du schon ausgesät? Welches Grünzeug gedeiht bei dir? Und was macht dir am meisten Freude? Hinterlass uns gerne deinen Kommentar!

 


 

 

Doro Staub bloggt über BoE-Ernährungsthemen
auf Satt & Selig und über anderes Bewegendes
auf ihrer Webseite Miss Move


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