Wie stehst du zu Hülsenfrüchten? Haben sie regelmässig Platz auf deinem Teller oder machst du lieber einen grossen Bogen um Erbsen, Linsen und Bohnen?
Hülsenfrüchte sind einfache, kostengünstige Nahrungsmittel, die ein langes, gesundes, schlankes und glückliches Leben begünstigen. Seit Urzeiten gehören sie zum Speiseplan der Menschen, bringen Stickstoff in unsere Böden – und Vitalstoffe in unsere Körper.

In diesem Artikel stellen wir dir 3 Helden der Hülsenfrüchte vor.

 

Gelberbsen – das Antistressmittel

Bitte nicht verwechseln mit den gelben Linsen – die haben eine ganz andere Wirkung als Gelberbsen.

Gelberbsen enthalten:
Mangan, Vitamin B6, Pantothensäure, Molybdän, Arginin

 

Wirkung:

  • Antistress-Wirkung durch Vitamin B6 und Mangan – darum nennt sie die BoE auch Stresserbsen
  • Gelassenheit und Wärmebildung (Pantothensäure)
  • Molybdän hilft bei Chromüberschuss (Apfelwähe mit Gelberbsensuppe ✓)
  • Mangan hilft zur Knorpelbildung nach Knochenbrüchen
  • Arginin unterstützt den Leberstoffwechsel

Bei Stress, vor Prüfungen, auch nach Knochenbruch lohnt es sich, täglich 1-2 EL gekochte Gelberbsen zu essen.

 

Gelberbsen Zubereitung:

12 Std. in kaltem Wasser einweichen. Wasser abgiessen.
In genügend frischem Wasser 20-30 Min. weichkochen.
Zuletzt Salz, Butter und Bohnenkraut beifügen.
Gelberbsen sind gefrierfest. Es lohnt sich also, gleich ein ganzes Pack zu kochen und dann in Portionen einzufrieren.

 

Tipps zu Gelberbsen

  • Bei zu kalkhaltigem Wasser können Hülsenfrüchte nicht weich werden
  • Wenn Gelberbsen nicht weich werden, kann es auch an der Qualität liegen
  • Salz erst zuletzt beifügen
  • Während dem Kochprozess nur heisses Wasser zum Nachfüllen gebrauchen
  • Bei Schaumbildung: Schaum abschöpfen
  • Ein Kochlöffel aus Chromstahl in die Pfanne stellen, verhindert das Überschäumen

Gelberbsen kannst du als Beilage zu Reis oder Teigwaren essen oder einfach für das kleine Zwischendurch geniessen. Oder du machst eine Suppe daraus:

 

Gelberbsensuppe mit Speckwürfeli

  • Nimm aus dem Gefrierfach eine Portion Gelberbsen (siehe oben)
  • Koche heisses Wasser, giesse es über die gefrorenen Erbsen.
  • Gib einen Löffel Bouillonpaste dazu und erwärme das ganze – bis deine gewünschte Suppen-Temperatur erreicht ist.
  • Püriere danach die Gelberbsen und gebe einen Schuss Vollrahm dran.
  • 1 Päckli Speckwürfeli sanft anbraten (jaaa, auch abends erlaubt) und dazu geben
  • Hacke frische Kräuter und garniere liebevoll

Zum Mittagessen sind auch Wienerli toll dazu. Als Beilage: Knoblibrot aus dem Backofen.

 

Braune Linsen – die Glücksbringer

In Italien sind die Linsen die Neujahrs-Stars: An Neujahr verspeist, verhelfen sie zu Wohlstand und Gesundheit. Also, verpass sie nicht am kommenden 1. Januar!

Braune Linsen enthalten:
Vitamin B6, Pantothensäure, Vitamin B1, Eisen, Zink

 

Wirkung:

  • Bildet Adrenalin, welches die Denkfähigkeit fördert
  • Fördern das Selbstwertgefühl (Vitamin B6, Eisen)
  • Hilft zur Wärmebildung und weniger kalten Füssen (Pantothensäure, Eisen)
  • Verringern den Schwabbelbauch (Kaffee macht Vitamin B6 Mangel – und darum Schwabbelbauch!)
  • Besenreisser und verfärbte Fesseln bilden sich zurück
  • Der Schultergürtel wird weicher (Vitamin B6, B1)
  • Leber kann das schädliche Ammoniak besser abbauen
  • Harmonisiert die Körperproportionen
  • Ballaststoffe sorgen für eine gute Verdauung

Die Zubereitung für die 6 Minuten-Linsen aus der Bratpfanne findest du im Blog-Artikel zum königlichen Frühstück.

 

Tipp zu braunen Linsen:

Iss braune Linsen zum Frühstück ohne Brot. Dafür mit Ei oder Schinken. So vermeidest du die Gefahr von einer Unterzuckerung. Denn auch Hülsenfrüchte sind Kohlenhydrate, die eine Insulinausschüttung bewirken. Und die möchtest du am Morgen ja möglichst klein halten.

Auch mal ein Linsensalat zum Mittagessen ist wunderbar, oder ein Linsen-Reisgericht zum Abendessen.

 

Weisse Riesenbohnen (Jumbobohnen)

DIE !! Zinkbomben schlechthin.

Weisse Riesenbohnen enthalten:
Zink, Selen, Pantothensäure, Vitamin B1

 

Wirkung:

  • Zink fördert das logisch-mathematische Denken
  • Zink regt die Nebennieren an
  • Zink ist wichtig für das Immunsystem
  • Zink fördert die Aufnahme von Pantothensäure = Wärme bildend
  • Hilft für eine gute Wundheilung
  • Nimmt dir den Gluscht auf Süsses (Vitamin B1)

 

Tipp zu den weissen Riesenbohnen:

Täglich 5 weisse Bohnen – vor allem in den Wintermonaten – ist eine alte BoE Weisheit.
Du kannst sie einfach so essen, in den Mittagssalat geben oder auch zum Abendessen geniessen. Vor allem auch sinnvoll wenn du nur Pasta oder weissen Reis machst – Hülsenfrüchte sind die ergänzenden Vitalstofflieferanten.

 

Weisse Bohnen Zubereitung:

Mindestens 18 Stunden einweichen. Wasser abgiessen.
In genügend frischem Wasser ca. 45-60 Minuten weichkochen. Deckel einen Spalt breit offen lassen. Falls sich Schaum bildet: abschöpfen.
Erst zuletzt salzen.
Heiss in ein Schraubglas abgefüllt, sind sie eine Woche haltbar.
Ein Pfui ist, mit dem abgeleckten Löffel im Schraubglas nach den weissen Riesen zu fischen: die Bakterien aus dem Mundraum machen nämlich die Haltbarkeit zunichte.

 

Weisse Bohnen-Crème à la Wibke Bein-Wirzbinski

Zutaten für 6 Portionen
250 gr. gegarte weisse Bohnen
50 gr. Sesampaste
4 EL Wasser, kalt
6 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl
½ EL Meersalz
Evtl. Pfeffer
Etwas frische Zitronenmelisse

Gegarte weisse Bohnen in einen Mixbecher füllen.
Öl, das sich auf der Sesampaste abgesetzt hat, gut verrühren.
Sesampaste mit dem Wasser zu den weissen Bohnen geben und
mit dem Pürierstab mixen, bis die Paste geschmeidig wird.
Olivenöl und frisch gepressten Zitronensaft zufügen.
Alles gut pürieren, bis ein weicher, crèmiger Brei entsteht.
Die Paste mit Meersalz, evtl. Pfeffer würzen.
Mit Zitronenmelisse garnieren.

 

Allgemeine Tipps zu Hülsenfrüchten

Vorsicht:
Wenn Hülsenfrüchte als Mahlzeit gegessen werden, solltest du gleichentags keine Polenta, Hirse oder Haferflocken essen. Das kann dir Leberprobleme bescheren.

Wisse:
Hülsenfrüchte enthalten nebst allem Wertvollen auch die Aminosäure Leuzin. Diese kann bei Überschuss und mangelndem Gegenspieler (Niacin) zu heftigen Entzündungen führen.
Man könnte auch sagen: Leuzin erhöht den Bedarf an Niacin.
Zu Beginn meines BoE-Lebens ist mir genau das passiert: Vor lauter Begeisterung über die Antistresser, Glücksbringer und weissen Riesen, habe ich mir eine Sehnenscheidenentzündung eingefangen.

Darum:
Beginners – am Anfang nur 1-2 Löffel pro Mahlzeit – oder eben, 5 weisse Bohnen, bis der Körper sich daran gewöhnt hat.

Immer:
Mit Niacin – dem Gegenspieler kombinieren, also Butter oder Vollrahm. Das wusste schon deine Oma!
Öl ist o.k. im Sommer für einen Hülsenfrüchte-Salat. Sonst aber: Butter oder Vollrahm!
Auch Fenchel, rohe Champignons, Bananen, Kartoffeln enthalten das wichtige Niacin.

 

Blähungen? – Nö! aber nicht mit Bö!

Falls du bisher nur schlechte Erfahrungen mit Hülsenfrüchten gemacht hast, weil sie dich gebläht haben, halte dich fortan an diese Grundregeln:

  • Immer einweichen
  • Weich kochen, nicht verkochen
  • Nach dem Kochen genügend Milchfett (Butter oder Vollrahm) und genügend Salz an die Bohnen
  • Gegenspieler – das Niacin beachten
  • Anfangs nicht übertreiben, esslöffelweise geniessen

 

In dem Sinne: Less Stress und viel Glück!